Eine kleine Katzengeschichte

Die Idee Strassenfolk in Zürich zu verbreiten entstand im Zug auf der Rückreise vom Folkfestival in Süditalien nach Zürich (Dezember 2005). Je mehr sich Verena und Linda der Schweiz näherten, mussten sie feststellen, wie stark ihnen diese lebendige Folktradition fehlen würde.
Das sollte geändert werden! «Wie finden wir Gleichgesinnte?» Noch im Zug entstand der erste Flyer.

Kurz darauf meldete sich Tarja, eine begeisterte Geigenspielerin. In der Mini-Formation aus Flöte, Geige und zwei TänzerInnen tanzten sie einige Male auf dem Lindenhof. Bald kam das chrosende CD-Gerät dazu. Eine Zwischenlösung, um zur ersehnten Musik tanzen zu können. Durch die regelmässigen Treffen auf dem Lindenhof und später auf der Polyterrasse bildete sich langsam aber sicher ein Tanzkreis.

Die Batterien für das CD-Gerät hielten nicht lange an; Musiker aus Fleisch und Blut mussten her! Daniel, der es versteht, vielen Instrumenten 1000 Klänge zu entlocken, wurde mit offenen Ohren empfangen.
 
Zwischen einem Glas Rotwein und einem Scottish :) konnte Luigi, accordeonista und Gitarrist aus Italien, zur Band hinzugewonnen werden. Die Geige brauchte ebenfalls Verstärkung. In der romantischen Unterführung (unserem 3. Underground- Ort oder eben: Strassenfolk findet auch bei Regen einen Platz im Freien!) trafen wir Eva.

Nach den Treffen auf der Polyterrasse spielten und tanzten wir auf dem wunderschönen Platz vor dem Grossmünster und wurden sogleich eine Attraktion für Touristen.

Die Jahreszeiten vergingen, die Proben trugen Früchte, es wurde Zeit für einen Namen: wurde aus einem mikrosekundenschnellen Gedanken geboren - et voilà, da sind WIR.
Doch ganz vollständig waren wir noch nicht. Einige Monate später fuhr auf zwei Rädern der Bass herbei. Baptiste gibt uns tiefe, warme Töne.
  Dank dem riesigen Einsatz all jener, die an die musizierenden Katzenklauen glaubten,
hat sich der Tanzkreis gemausert. Er besteht heute aus zwischen dreissig und hundertdreissig Tanzbegeisterten.
Merci!